Ina Kobuschinski in der FAZ am 19. März 2016

Ina Kobuschinski ist unsere Vorsitzende im Eintracht Frankfurt Fanclubverband e.V., die offiziellen Eintracht-Fanclubs.
Wir kennen sie seit Jahren, und können daher mit Fug und Recht behaupten, dass sie eine hervorragende Arbeit für den Fanclubverband und damit für unsere Mannschaft Eintracht Frankfurt, leistet. Wir möchte gerne dabei unterstreichen, dass sie ihren immensen Einsatz ehrenamtlich aufbringt.
In der heutigen Ausgabe der FAZ gab sie ein Interview, indem sie uns so richtig aus dem Herzen sprach. Deswegen erlaubten wir es zu publizieren, damit möglichst viele den Beitrag lesen können. Es lohnt sich, und nicht nur für Eintracht Fans.
Danke Ina! Und natürlich auf einen Heimsieg gegen Hannover heute im heimischen Waldstadion!!!

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Sollte jemand das “Bild” weder vergrößern noch lesen können, dann ist hier die Abschrift des Interviews:
Im Gespräch: Ina Kobuschinski, Eintracht-Fan
Wir haben schon ein paar Abstiege miterlebt
Nur zwei Jahre liegen für die Eintracht zwischen Europa League und Abstiegskampf. Ina Kobuschinski vertritt als Vorsitzende des Fanclub-Verbands mehr als 55 000 Anhänger und hat eine Idee, wie die Mannschaft den Absturz noch verhindern kann.
Ist der Eintracht-Fan per se leidensfähige Spezies, oder ist die gegenwärtige Situation schwer erträglich?
Als Fullball-Fan muss man immer leidensfähig rein. Und für Eintracht-Fans ist Leidensfähigkeit eine Grundvoraussetzung.
Vor ziemlich genau zwei Jahren noch in der Europa League, nun herrscht vor dem Spiel gegen den Tabellenletzten Hannover 96 Angst vor dem totalen Absturz. Vor dem Hintergrund, dass vor dieser Saison ganz andere Ziele propagiert worden sind, ist die große Enttäuschung der Fans zu verstehen. Einige Spieler müssen jetzt einfach den Hintern hochkriegen. Wir haben schon ein paar Abstiege überlebt — auf eine weitere dieser Erfahrungen können wird aber gerne verzichten. Aber wir bleiben Fans. Wir gehen ja nicht weg, nur weil die Eintracht schlecht spielt. Offensichtlich schon – die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen sind zuletzt erheblich gesunken. Ganz ehrlich: Wir reden immer noch von über 40 000 Zuschauern. Die kommen zu Spielen, die in dieser Saison meist nicht besonders schon anzuschauen sind. Ober 40 000 Zuschauer — das ist für eine abstiegsgefährdete Mannschaft immer noch gut. Das ist Jammern auf hohem Niveau.
Es gab bei den Heimspielen viele Unmutsäußerungen in der Arena. Würde der verunsicherten Mannschaft nicht mehr Unterstützung guttun?
Die Stimmung aus dem Fanblock ist im Vergleich mit anderen Standorten bei uns noch recht gediegen. Die Pfiffe galten Armin Veh und weniger der Mannschaft. Wenn nach Schlusspfiff mal gepfiffenen wurde, hatten es die Spieler aber auch wirklich verdient. Natürlich sind die Leute enttäuscht, wenn plötzlich Pässe über zwei Meter nicht mehr ankommen. Oder wenn Spieler, die im Vorjahr noch Leistungsträger waren, plötzlich auf ganzer Linie versagen. Insgesamt nehme ich aber wahr, dass alles versucht wird, die Mannschaft bis zur letzten Minute zu unterstützen, um die entscheidenden Punkte noch zu holen.
Sie aus den Fanklubs , was sind die Meinungen vom neuen Trainer Niko Kovac. Ist es die richtige Zeit für Experimente mit einem in der Bundesliga unerfahrenen Coach?
Die Leute sind ihm gegenüber positiv eingestellt, hatten ihn für eine gute Lösung. Es ist wichtig, dass auch mal eine mutige Entscheidung getroffen wird. Kovac ist eine gute Lösung. Ich bin zu seinem ersten Training gefahren und bin seitdem der Meinung: Wir schaffen den Klassenerhalt, ganz sicher. In den wenigen Tagen vor dem Gladbach-Spiel konnte man ja keine Riesenveränderungen erwarten.
Was macht Ihnen Hoffnung?
Es sind imerhin noch acht Spiele Zeit. Gegen Hannover müssen wir aber einfach gewinnen. Da gibt es keine Entschuldigungen. Auch wenn die mit Thomas Schaaf natürlich einen Trainer haben, der uns sehr gut kennt. Welche Profit engagieren sich und haben einen gewissen Kontakt zur Basis? im Prinzip machen die Spieler und die Fans jeder sein eigenes Ding. Beide Seiten leben doch eigentlich in verschiedenen Welten. Wir verstehen die nicht, und die verstehen uns nicht. Das ist in der heutigen Zeit einfach so. Klar. ein Spieler wie Alex Meier ist näher an den Fans, weil er schon so lange für die Eintracht spielt und sich auch durch schlechtere Jahre gekämpft hat.
Konnte der gewaltbereite Teil der Eintracht-Fans bei entsprechendem Spiel-verlauf gegen Hannover wieder häßliche Szenen produzieren wie in der Hinrunde gegen Darmstadt 98?
Nein, das glaube ich nicht. Gegen Darmstadt sah es schor martialisch und unschön aus, und es wurde viel darüber geschrieben. Aber letztlich haben wir Fans das selbst reguliert. Die wenigen. die auf den Platz gelaufen waren, sind von den Rangen aus wieder zurückbeordert worden. Die Mannschaft muss und wird am Samstag mehr Willen zeigen — davon bin ich fest überzeugt. Und wir Eintracht-Fans sind und bleiben unbequem. Nur hier hocken, Beifall klatschen, Merchandising kaufen und Selfies machen ist uns zu wenig.
Die Fragen stellte Alex Westhoff.
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