Widerspruch gegen die Allgemeinverfügung bzgl. Betretungsverbot

Trauriger Anlass, tolle Reaktion!

Unser Vorstand tut das einzig richtige!

Dass eine Stadt Angst wegen Ausschreitungen hat, ist absolut nachvollziehbar und legitim. Die Reaktion von Darmstadt ist es aber auf gar keinen Fall! Dass Personen, die nicht das geringste verbrochen haben sondern lediglich in Liebe und Treue zu ihrem Verein stehen, über 36 Stunden von der Staatsmacht der Zutritt zu einer Stadt verwehrt bleibt, ist ein Ding der vollkommenen Unmöglichkeit. Es erinnert schon an die Zeiten zwischen 1933 – 1945 oder an kommunistische Gewaltherrschaften, wo Sippenhaft und andere Verbrechen gegen die allgemeinen Menschenrechte willkürlich verhängt werden konnten.

Die hohen öffentlichen Wellen der Causa, ausgelöst durch die Darmstädter Entscheidung haben auch die oberen Ränge der hessischen Politik erreicht. Der Kommentar unseres Innenministers, sein Verständnis – wobei Staatsminister Beuth im Übrigen SGE Fan ist und wir ihn sowohl fachlich als auch menschlich schätzen – hat uns überrascht und befremdet. Wohlgemerkt ist er nicht nur für die Polizei sondern auch für den Sport zuständig :

“Der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) hat unterdessen Verständnis für das Vorgehen der Stadt Darmstadt geäußert. Die Entscheidung sei „mit Sicherheit wohl abgewogen“, so Beuth und äußerte die Hoffnung, dass es vielleicht doch ein „friedliches Fußballfest“ werde.” (FAZ, Gefährlicher Abpfiff vor Spielbeginn, 27.04.2016, von RAINER HEIN UND KATHARINA ISKANDAR)

Demnach können wir dem Vorstand unseres Fanclubverbandes für seine Tatkraft gegen diese unakzeptable Anordnung nunmehr auch juristisch vorzugehen, nur Respekt zollen. Wir unterstützen ihn bei seinem Vorhaben voll und ganz, und drücken alle Daumen der Welt, damit er die Rücknahme dieses beängstigenden Beschlusses vor Gericht erstreiten kann!

Und wir hoffen natürlich, dass unsere Mannschaft von den erschreckenden Ereignissen nur noch mehr angestachelt wird, und dass sie entsprechend auf dem grünen Rasen die adäquate Antwort geben wird: nämlich einen Sieg gegen Darmstadt! Wir werden in der Wüste wie bei jedem SGE Spiel vor dem Fernseher sitzen und unsere Mannschaft anfeuern! Diesmal ganz besonders, da es in Darmstadt nicht nur um den Klassenerhalt, sondern auch um die Würde von uns allen, um allgemeine Menschenrechte geht. Kommt unsere Adlersöhne zeigt es denen allen!

NUR DIE SGE!


Hallo Eintrachtler,

wie Ihr bestimmt schon mitbekommen habt, wehren wir uns gerichtlich gegen die Allgemeinverfügung der Stadt und der Polizei Darmstadt bezüglich des Aufenthaltsverbots am kommenden Wochenende.

Im wesentlichen besagt diese Verfügung, dass kein Eintracht-Fan Darmstadt von Freitagabend bis Samstagmorgen betreten darf.

Da steht weder drin, was ein Eintracht-Fan ist, noch woran man ihn erkennt und stellt alle unter Generalverdacht. Das ist pauschal, unkonkret und willkürlich und das über einen Zeitraum von 36 Stunden.

Wir betrachten dieses Betretungsverbot als einen wesentlichen Eingriff in unsere Grundrechte.

Im Darmstadt und Umgebung sitzen einige EFCs, in Darmstadt wohnen viele Eintracht-Fans, die fast das komplette Wochenende an ihrem Lebensmittelpunkt erheblich eingeschränkt sein werden, eigentlich dürften sie gar nicht vor die Haustür.

Das kann so nicht sein.

Wie befürchten auch, wenn es so einfach ist, Fans aller Art Betretungsverbote zu erteilen, dass wir in Zukunft bei Auswärtsspielen vermehrt mit solchen Verboten konfrontiert werden, wir uns überhaupt nicht mehr frei bewegen können.

Das wird nicht nur uns betreffen, sondern auch die Fans anderer Vereine.

Wir dürfen so etwas gar nicht erst zulassen.

Gegen die Allgemeinverfügung haben wir Widerspruch eingelegt.

Da der Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat, haben wir Eilantrag beim Verwaltungsgericht Darmstadt gestellt, mit dem Antrag die Allgemeinverfügung außer Vollzug zu setzen.

Jetzt warten wir ab, was dabei herauskommt und wie wir dann falls notwendig weiter verfahren.

Viele Grüße

Eintracht Frankfurt Fanclubverband e.V.

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