Wüste Gedanken der Erste

“Jesus hat vor Beginn seines öffentlichen Wirkens vierzig Tage und vierzig Nächte in der Wüste gefastet.”

Die Bedu’s lieben die Wüste. Sie ist in der Tat ein wirklich meditativer Ort. Man kann dort unter anderen auch herrlich über unsere Eintracht sinnieren. Wir erlaubten uns hiermit, unsere WÜSTEN WÜSTENGEDANKEN aus der WÜSTEN WÜSTE kundzutun.


Momentan belegen wir den 17. Platz, der den direkten Abstieg bedeutete. Es liegen noch sechs Spiele vor uns, sprich es wären noch 18 Punkte zu holen. Die restlichen Paarungen fügen wir bei, mittlerweile haben wir die 28. Runde hinter uns. Den 10 platzierten HSV und uns trennen 7 Punkte, zum 13ten Lilien lediglich zwei – was Gott sei dank wahrlich nicht zu viel sind. Ergo, abgestiegen sind wir noch lange nicht!

Was uns stutzig macht, ist die bisherige sehr sehr mäßige Leistung unserer Jungs in dieser Saison. Der neue Trainer Nico Kovac, im Tandem mit seinem Bruder Robert, ist zweifelsohne ein sehr ambitionierter und fähiger Fussball-Zeitgenosse. Auf den Umbruch allerdings gedulden wir noch. In den bisherigen von ihm gecochten Spielen ging man zu erst gegen Gladbach unter. Die Leistung gegen den schon eigentlich abgestiegenen Hannoveranern fiel dürftig aus. Trösten konnte man sich lediglich, dass auch für ein äußerst knapp gewonnenes Spiel drei Punkte gibt. Gegen München boten wir eine anständige Leistung, aber eben verloren. Demnach lautet die Kovac’sche Bilanz:

Aus drei Spielen drei Punkte bei einem Torverhältnis von 1:4.

Das schöne am Fußball ist, dass man vor Überraschungen nie gefeit sein kann. Nach unserem Dafürhalten haben wir gegen Leverkusen, Mainz und Dortmund so gut wie keine Chance. Damit wären schon 12 Punkte weg. Auf unsere Abwehr kommt aber auch bei vermeintlichen Niederlagen eine unheimlich wichtige Rolle zu, um mit möglichst wenig Gegentoren die Partien zu beenden. Das Torverhältnis könnte nämlich noch in der Endabrechnung entscheidend ins Gewicht fallen. Ein Punktegleichstand mit mehreren Konkurrenten ist nicht von der Hand zu weisen.

Um die konkreten Zahlen zu nennen, unser Torverhältnis beträgt -15. Schlechter als wir sind nur der 15. Bremen mit -19 und der schon abgestiegene Hannover mit -30. Wir schossen bis dato 29 Tore, genauso viele, wie der 10. Köln. Weniger als wir haben die Ingolstädter mit 26 am Platz 10 und die nicht ganz bundesligatauglichen Hannos mit 22. 44 Tore kassierten erstaunlicherweise der 10. Gladbach mit uns zusammen sowie der 14. Hoffenheim. Dann kommt der 16. Augsburg mit 47, die Hannos mit 52, der 12. Stuttgart mit 56 und der 15. Bremen mit 57 als Schlusslicht.

Summa summarum, Tore schießen können wir nicht, – in 28. Spielen schossen wir im Durchschnitt 1 Tor in einem Spiel plus noch eins. Unsere Abwehr steht im Vergleich zu den anderen Bundesligavereinen  etwas besser dar – sie kassiert durchschnittlich pro Spiel 1,6 Tore. Also im als statistischer Mittelwert gehen unsere Spiele mit 1:1,6 als Endergebnis aus 🙂

Gegen Darmstadt halten wir ein Unentschieden für realistisch, versus Hoffenheim und Bremen den Sieg. Demnach wären für uns noch 7 Punkte zu kassieren, was den Kohl nicht so unbedingt fett machte.

Am 9. April MUSS gegen Hoffenheim ein Sieg her. Es kann wieder wie gegen Hannover auch mit einem dürftigen 1:0 ausgehen, aber wir brauchen die drei Punkte wie einen Schluck Wasser in der Wüste. Gleichzeitig würden wir Hoffenheim lebenswichtige Punkte wegnehmen, und mit 30 Punkten könnten wir einen Sprung nach vorne machen! Der Pulk der Abstiegskandidaten ist sehr eng beisammen. Daher sollten Augsburg, Bremen und Darmstadt möglichst nicht gewinnen.

Unser Wüstengefühl sagt uns daher, dass wir uns an den eigenen Haaren nicht mehr aus dem Sumpf ziehen. Zu unserer erhofften Rettung kommt lediglich, dass die Teams bis zum Platz 13 dank dem Herren sehr eng beisammen sind und dass andere gefährdeten Mannschaften ebenfalls ein sehr schwieriges Programm vor sich haben. So müssen wir auf die Schützenhilfe des Bundesliga Oberhauses hoffen.

Unser Wüstengefühl sagt uns daher, dass wir realistisch den 16. Platz erobern könnten. Und dann bei den Relegationsspielen würden wir uns schon irgendwie durchmogeln, wie auch gegen Hannover. Der Vorstand der Fußball AG scheint da sogar nach einschlägigen Pressemeldungen ähnlich kalkulieren zu wollen.

Unser Wüstengefühl sagt uns daher, dass wir mit Ach und Krach davon kommen werden. Unser Verbleib in der Bundesliga wird aber an ein Wunder grenzen. Sehr schmerzende Aussichten, selbst für den leidgeprüpften Fan der launischen Diva.

So oder so, ab dem 15. Mai 2016 muss sich aber ein sehr sehr grundlegender, alles umfassender Erneuerungsprozess seinen sofortigen Anfang nehmen. Denn egal in welcher Spielklasse, so kann es einfach nicht mehr weiter gehen! Amen, Halas, Finito. Dieses niveaulose Rumkrebsen ist einer Eintracht aus Frankfurt absolut unwürdig!

Und wie immer, liebe Fußballfreunde, auch in dieser sehr beschiedenen Situation, für uns gilt lediglich eins: Nur die SGE!

Rest

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